September 20, 2017 shopjobs

„Meine Arbeit wird wertgeschätzt und mein Chef vertraut mir. So identifiziere ich mich umso mehr mit dem Geschäft.“

Eva (58), Verkäuferin in einem Feinkost-Fachgeschäft

Was machst Du hauptberuflich bzw. was ist Dein Job hier?

Das ist hier ein Feinkostladen; in unserem Sortiment sind verschiedene Essige & Öle, Marmeladen, Dips und Weine & Liköre aus aller Welt. Wir stellen individuelle kulinarische Geschenke und Präsente für unsere Kunden zusammen. Ich bin hier mit meiner Kollegin zusammen vom Ein- und Verkauf bis hin zur Dekoration und Kundenberatung eigentlich für alles zuständig. Weil wir täglich im Kundenkontakt sind, kennen wir ihre Wünsche und Vorlieben schon ganz gut. Deshalb lässt unser Chef uns auch ziemlich freie Hand und ermuntert uns, eigene Ideen einzubringen.

Und was hast Du gelernt?

Ich habe ganz klassisch Einzelhandlungskauffrau gelernt. Meine Lehre habe ich damals in Österreich gemacht und in einem Geschäft mit gemischtem Sortiment angefangen: Von Kleidung bis hin zu Lebensmitteln war da alles dabei. Danach habe ich in einem Supermarkt und in einem Schreibwarengeschäft gearbeitet. Ich glaube, den Einzelhandel kenne ich mittlerweile ganz gut.

Was gefällt Dir ganz besonders an Deinem Job?

Ich arbeite gerne im Kundenkontakt. Also ich bin gerne unter Menschen, so ein Bürojob ist nichts für mich. Das habe ich auch schon ausprobiert, aber es hat mir keinen Spaß gemacht – den ganzen Tag alleine dazusitzen und das Telefon zu bedienen. Nein, da macht es mir viel mehr Freude unter die Leute zu kommen. Ich finde es auch ganz gut, dass ich hier Teilzeit arbeiten kann. Meine Kollegin und ich sind ein gutes Team und teilen uns hier alles auf.

Gibt es auch mal Momente, in denen Dir der Job schwerfällt?

Natürlich kommt es auch vor, dass Kunden nicht so nett oder ungeduldig sind. Wir verkaufen hier ja nicht nur, sondern packen die Produkte auch als Geschenke ein. Das braucht nun manchmal seine Zeit, dafür hat aber nicht jeder Kunde Verständnis. Aber das gehört zum Job. Man gewöhnt sich daran, mit ganz unterschiedlichen Menschen zurechtzukommen.

Was würdest Du ändern?

Grundsätzlich finde ich, dass man den Lohn im Einzelhandel aufstocken könnte. Ich habe ja schon in ganz vielen Geschäften gearbeitet und weiß, dass es manchmal gar nicht so einfach ist. Man hat schon viel Verantwortung und die Arbeit ist nicht immer so leicht, wenn man auch schwere Kisten schleppen muss. Aber in meinem jetzigen Job fühle ich mich wertgeschätzt, deshalb mache ich meine Arbeit sehr gerne.

Wie bist Du auf Deine jetzige Stelle aufmerksam geworden?

Das Geschäft wurde vor viereinhalb Jahren neu eröffnet und ich habe die Stellenanzeige über die Jobbörse der Arbeitsagentur gefunden. Ich war zu der Zeit arbeitslos und habe mich hier klassisch schriftlich beworben. Es fiel mir leichter, die Bewerbung zu schreiben, nachdem ich an einem Bewerbungskurs des Arbeitsamtes teilgenommen habe. Dann wurde ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen und es hat geklappt.

Was wünschst Du Dir für Deine berufliche Zukunft?

Also ich möchte gerne hier bleiben bis zur Rente. Ich bin ja auch schon 58, da ist ja nicht mehr lange. Hier fühle ich mich sehr wohl, ist eine schöne Arbeit. Und einen besseren Chef können wir gar nicht haben. Unsere Arbeit wird wertgeschätzt und er vertraut uns. So identifiziere ich mich auch mit dem Geschäft. Wäre doch eine schlimme Vorstellung, wenn man den Chef immer im Nacken hätte und unter Druck arbeiten müsste. Nein, da bin ich wirklich zufrieden.

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